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Realsatire: Antifa demonstriert gegen Gewalt

9. August 2010

Nach einer kleinen Hauerei im Cheltenhampark demonstrierte die Antifa gegen die Göttinger Burschenschaften und setzte sich als Opfer in Szene.

Alteingesessene Göttinger lächeln nur noch müde, wenn es mal wieder soweit ist. Am 6. August zogen wieder linke Gruppen verhüllt und hinter großen Transparenten versteckt demonstrierend durch die Stadt. Anlaß war diesmal ein Vorfall in Cheltenhampark vor dem Haus der Burschenschaft Brunsviga. Ein Streit zwischen linken Jugendlichen und anwesenden Burschen führte zu einer Keilerei, die damit endete, daß die pöbelnden Antifanten die Beine in die Hand nehmen mußten. Dementsprechend lief der linke Aufmarsch diesmal unter dem Motto "Gegen rechte Gewalt und Repressionen".

Was nun genau an besagtem Abend im Park passiert ist, ist wohl kaum noch zu rekonstruieren. Laut Selbstdarstellung der "Jugend-Antifa", die den Aufmarsch organisierte, standen besagte Jugendliche nur friedlich herum und wurden dann hinterrücks von einer zahlenmäßig überlegenen Gruppe von Burschenschaftern wie aus dem Nichts überfallen und geschlagen. Allerdings tut man wahrscheinlich gut daran, diese Darstellung nicht einfach zu glauben. Es ist eine beliebte Methode der Antifa, sich selbst in eine Opferrolle zu stellen, um eigene kriminelle Aktivitäten dann moralisch als Selbstverteidigung rechtfertigen zu können. Mit der Wahrheit nimmt sie es dabei meist nicht sehr genau. Davon abgesehen gilt die Brunsviga auch als recht liberaler Bund und steht nicht gerade in dem Ruf, aus streitsüchtigen Schlägern zu bestehen. Ein Leserkommentar im Netzauftritt des Göttinger Tageblatts stellt den Vorfall dann auch, allerdings ohne eine Quelle zu nennen, gänzlich anders da:

"Aus dem Busch gestürmt kamen die Antifanten, nicht die Burschenschafter und das Verhältnis war 5 Burschenschafter zu 10-15 Antifanten. Aber das verdreht man gerne, wenn es 'einem nicht ins Weltbild passt', gelle?"

Was nun wirklich passiert ist, wissen also vorerst nur die Anwesenden. Unabhängig davon entbehrt es jedenfalls nicht einer gewissen Komik, wenn ausgerechnet die Antifa eine Demonstration gegen "Gewalt und Repression" durchführt, gehört doch beides ganz offen zum Standardrepertoire ihrer politischen Agitation. Allein die mitgeführten Transparente sprachen in dieser Hinsicht mal wieder Bände, wobei diese natürlich den Bereich des Legalen nicht verließen. Eine noch deutlichere Sprache sprechen die Aufkleber und Graffitis, die das Bild dieser Stadt seit Jahrzehnten verpesten. Wenn es sich bei Parolen wie "Verbindungen konsequent angehen", "Burschis angreifen", "Keine Gnade", "Kein Frieden mit Deutschland", "Feuer und Flamme für diesen Staat" und ähnlichem nicht um offene Volksverhetzung handelt, wobei dann? Und leider bleibt es auch nicht immer bei starken Worten. Ständige Sachbeschädigungen sind dabei noch das kleinste Übel. Erst in jüngster Zeit wurden zwei mal Personen zusammengeschlagen, weil ihre Kleidung einigen Antifanten nicht genehm war. Und bei dem Brandanschlag auf das Kreishaus wurde ganz bewußt der Tod von Menschen in Kauf genommen.

Ob den Verantwortlichen für solche Taten und ihren geistigen Unterstützern wohl jemals in den Sinn gekommen ist, daß jeder, der so ungeniert faschistoid denkt und handelt, jedes Recht verspielt hat, sich als Anti-Faschist zu bezeichnen? Der eigentliche Skandal ist, wie halbherzig, wenn überhaupt, gegen derart kriminelle Strukturen überhaupt vorgegangen wird. Jeder weiß doch, wo sie sitzen. Wieso zum Beispiel stellt die Stadt ihnen in Form des Juzis kostenlos ein Haus zur Verfügung? Warum wird es nicht einfach geräumt? Hier mit juristischen Argumenten zu kommen, ist nicht glaubwürdig. Wann immer rechte Gruppierungen bislang versuchten, etwas Ähnliches zu etablieren, wurden sie erfolgreich daran gehindert. War der juristische Weg ausgeschöpft, wurde dann eben der bürokratische eingeschlagen. Die Betreiber wurden einfach so lange mit Anfragen, Sonderauflagen und Bedingungen bombardiert, bis sie entnervt aufgaben. Und zwar ganz unabhängig davon, ob sie strafrechtlich schon auffällig geworden waren oder nicht. Möglich ist also alles, es ist offensichtlich alles eher eine Frage der politischen Einstellung, die in der "freiheitlichen" BRD ja angeblich kein Kriterium sein soll. Und nicht nur die Stadt, auch die Universität hilft, wo sie nur kann. Sie greift den Linksextremisten mit "selbstverwalteten Wohnheimen" unter die Arme, stellt Räume für Cafés und den Campus für linksextreme Konzerte zur Verfügung.

Auch die örtliche Presse sitzt hier mit im Boot. Begeistert berichtete das Göttinger Tageblatt im vorliegenden Fall über die "friedliche Demonstration" und gab die Erklärung der Jugend-Antifa fast wortgenau wieder, ohne dabei die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen. Natürlich alles schön im Konjunktiv gehalten, um später nicht selbst wegen Falschdarstellung belangt werden zu können. Ähnlich ging die Werbezeitung ExtraTip vor: "Anlass war der Angriff von Mitgliedern einer Burschenschaft auf eine Gruppe Jugendlicher im Cheltenham Park", schreibt sie freimütig, um dann noch schnell hinzuzufügen: "so die Erklärung der Antifaschistische Linke International". Letztere scheint man hier für eine hinreichend seriöse Quelle zu halten, die weitere Nachforschung überflüssig macht.

Gut, von einer Pseudozeitung wie dem ExtraTip braucht man natürlich keinen Qualitätsjournalismus zu erwarten. Erstaunlich, wenn auch leider nicht ungewöhnlich, ist aber doch das Verhalten des GTs, das sich schließlich als "richtige" Zeitung versteht. Glaubt man dort etwa, seinen überwiegend bürgerlichen Lesern durch solche Tendenzberichterstattung eine Freude zu machen? Die Leserkommentare auf dem Netzauftritt des GTs (siehe Verweise unten) sprechen da jedenfalls eine ganz andere Sprache. Seit Jahren jammern die Printmedien über sinkende Leserzahlen. Als Erklärung dient dann immer eine angeblich abnehmende Bereitschaft, für gute Information zu bezahlen. Aber könnte es nicht auch sein, daß die Leute einfach keine Lust mehr auf die deutsche Presse haben, weil die sich selbst gleichgeschaltet hat und man überall nur noch Hofberichterstattung erhält? Dafür spricht jedenfalls, daß es durchaus noch Zeitungen und Magazine gibt, deren Leserzahlen stetig anwachsen. Es handelt sich hierbei aber um Blätter, die sich standhaft weigern, dem Zeitgeist nach dem Mund zu reden und ihren Lesern wichtige Nachrichten zu verschweigen, nur weil sie der linken Schickeria nicht ins Weltbild passen. Beispiele sind die Junge Freiheit oder die Preußische Allgemeine. Im Bereich der elektronischen Medien wäre hier zu Beispiel Politically Incorrect zu nennen, ein alternatives Nachrichtenportal, das durch seine kompromißlose Berichterstattung Unzähligen aus der Seele spricht und dessen Leserzahlen die Millionengrenze längst überschritten haben.

Zum Glück gibt zumindest bei der Presse ein ganz einfaches Mittel, sich als Bürger zur Wehr zu setzen: Abo kündigen. Damit erwischt man sie nämlich da, wo es wehtut, gerade in der heutigen Zeit, wo die Leser ihr ohnehin in Scharen davon laufen. Nicht vergessen darf man, der Zeitung schriftlich den Grund für die Kündigung mitzuteilen. Sonderlich schmerzen sollte der Verlust nicht. Es gibt ohnehin keinen vernünftigen Grund, lokale Käseblätter zu lesen. Es sei denn, man interessiert sich für den Tag der offenen Tür des Kaninchenzüchervereins oder für das Sommerfest der Schrebergartenkolonie. Das gesparte Geld kann man dann nutzen und eine anständige Zeitung abonnieren, die es, wie bereits erwähnt, auch heute noch zu kaufen gibt.

Göttinger Tageblatt: Nach Angriff folgt Demo
Göttinger Tageblatt: Friedlich gegen Burschen

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